Thursday, 31 July 2014

Vereinigtes Königreich, Commonwealth Spiele und EU

Kaum haben wir die Fußball-Weltmeisterschaft hinter uns und die Tour de France, da kommen die Commonwealth Games in Glasgow. Falls Sie sich nicht sicher sind was das Commonwealth ist, stehen sie nicht alleine da, denn viele Briten sind sich auch nicht so sicher!

Das Commonwealth entstand als die ehemaligen britischen Kolonien ihre Unabhängigkeit erhielten. Insgesamt 53 Länder gehören nun dazu, umfassen ein Viertel der Welt und fast ein Drittel der Bevölkerung. Es sind einfach Länder die durch Sprache Geschichte und Kultur verbunden sind, mit einem gemeinsamen Interesse an Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit. Auf politischer Ebene treffen sich die Staatsoberhäupter alle zwei Jahre für einen Gedankenaustausch.

Die Queen gilt als Symbolisches Oberhaupt des Commonwealth. Sie ist zudem auch noch Königin von einigen Ländern wie Großbritannien, Kanada, Australien und Barbados (The Realms). Manche Mitglieder haben ihr eigenes königliches Haus und viele sind Republikaner mit einem gewählten Präsidenten.



Export und Import zwischen dem Vereinigtem Königreich und dem Commonwealth Ländern

Die erste Tabelle oben zeigt den Export und Import von Großbritannien mit Commonwealth Ländern. Man sieht ganz deutlich wie sich, mit dem Abbau der Kolonialherrschaft, der wirtschaftliche Verkehr mit den ehemaligen Kolonien verringerte. Erst in den letzten Jahrzehnt Winter wieder an zu steigen.

Die folgende Tabelle gibt einen Einblick zum Wachstum des britischen Exports. Osteuropa, Afrika und Asien sind die wachsenden Märkte.

Export-Wachstum zwischen dem VK und Regionen weltweit


Für die meisten von uns liegt bei weitem das größte Interesse an den Commonwealth Games, die alle vier Jahre stattfinden. Wie immer entgegnet man bei den Berichten neue Bezeichnungen. Zum Beispiel der Begriff „Home Countries oder Home Nations“. Das sind die Nationen England, Schottland, Wales und Nordirland. Die Home Nations sind nicht mit den „Home Counties“ zu verwechseln, sie sind die Länder/Bezirke rings um London die den wirtschaftlich am reichsten Teil Großbritanniens bilden.

Der rechte, Euro skeptischer Flügel in Großbritannien sehnt sich nach einer Trennung von der EU und blickt zu den Aufbau eines Wirtschaftskreises innerhalb des Commonwealth. Zurzeit darf nämlich das Vereinigte Königreich keine unabhängigen Verträge mit anderen Commonwealth Ländern aufnehmen. Dies muss alles durch die EU geschehen. Zum Beispiel wird gerade zwischen Kanada und der EU gehandelt.

Doch im Moment erscheint es unwichtig, denn bei den jetzigen Spielen hat ein Engländer einen großen Vorteil. Wenn seine Mannschaft nicht gewinnt, kann er noch als Brite den anderen Home Nation Teilnehmern zu jubeln.

PS. Das von uns verlegte Buch „Dear Ruth“ handelt von den Erlebnissen einer Frau die Ende der sechziger - Anfang der siebziger Jahre noch als Mitglied der Kolonialadministration nach Afrika zog und ihr Herz an den Kontinent verlor. http://miltoncontact.co.uk/ruth.

Wednesday, 23 July 2014

Wenn englischer Humor den Deutschen begegnet

Der folgende Briefaustausch war einer der Höhepunkte meiner Woche. Englischer Humor wurde mit deutschem Humor beantwortet. Ich schrieb:




"Sehr geehrter Herr Scherer,

Ich besuchte heute Ihre Internetseite zu den Länderschwerpunkten der IHK bundesweit (http://www.info-weltweit.de/) und stellte mit Bestürzung fest, dass das Vereinigte Königreich merkwürdigerweise dort nicht vertreten war.

Da wir momentan einem Wirtschaftswachstum von über 2,8 % genießen und drittgrößter Exportpartner der Bundesrepublik sind, fragte ich mich was der Grund für unsere Abwesenheit sein könnte.

Es kamen dabei recht schnell eine Anzahl von Möglichkeiten in den Vordergrund. Vielleicht können Sie auf die passende Antwort hinweisen:
  1. Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich sind derart selbstverständlich, dass sie keine Erwähnung bedürfen.
  2. Premierminister Cameron hat seine europäischen Kollegen derart vergrämt, dass sie das ganze Land ausgeschlossen haben.
  3. Das britische Wetter ist einfach zu regnerisch (erklärt auch warum Irland nicht in Ihrer Liste ist).
  4. Unser Bier.
  5. Sie meinen, dass so nahe an der Fußballweltmeisterschaft es vielleicht diplomatischer wäre den Kontakt vorerst abzuwarten.
  6. Man ist beleidigt, dass William, Kate und George den halben Globus umreisen um Australien zu besuchen, wobei Deutschland einfach ein Katzensprung über den Kanal entfernt ist.
  7. In Anbetracht unserer legendären Höflichkeit haben sie sich angepasst und anstatt sich hervorzuheben, warten sie auf einer Einladung uns zu besuchen.

Ich hoffe Sie haben diesen Brief mit einem entsprechenden schmunzeln gelesen und mir dabei auch für die gelegentlichen Schnitzer mit der deutschen Rechtschreibung und Sprache vergeben.

Ich freue mich auf eine baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen aus einem ungewöhnlich sonnigen warmen Cambridge,

Chris Thomas

Dr Chris Thomas, Director, Milton Contact Ltd"

Die Antwort kam schon am nächsten Tag:

"Sehr geehrter Herr Dr. Thomas,

an dieser Stelle schreibe ich üblicherweise, dass ich mich sehr über die Anfrage / Anmerkung / Reaktion zu unserer Website gefreut habe. Das stimmt natürlich immer, aber sehr selten war dies so vollumfänglich richtig, wie bei Ihrer Anfrage.

Wie Sie wissen, beneiden wir Deutsche unsere englischen Freunde nicht nur für deren ausgesprochen hinreißenden Humor, sondern auch für die nahezu allgegenwärtige aristokratische Höflichkeit und Bescheidenheit. In diesem Zusammenhang ehrt es Sie, sieben potentielle englische Eigenheiten aufzuzählen, die natürlich ebenso charmant wie klischeehaft das Vereinigte Königreich beschreiben. Es wäre für mich aber ein Leichtes, Ihnen mit mindestens 70 deutschen Eigenheiten zu antworten, die ebenso zu hinterfragen wären.

Aber wenn Sie schon die Fußballweltmeisterschaft ansprechen. Ich persönlich finde, dass man bei aller Kritik an der englischen Mannschaft, das hochverdiente Unentschieden gegen Costa Rica nicht vergessen darf.

Nun aber zu Ihrer Anfrage. Sie haben recht, tatsächlich ist es so, dass das Vereinigte Königreich nicht als bundesweiter Schwerpunkt von einer IHK besetzt wird. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass die IHK-Organisation nicht über Ihr Land berät, Veranstaltungen organisiert oder ähnlich tolle Dinge anbietet. Im Gegenteil. Alle 80 deutschen IHKs betreuen eigenverantwortlich Ihr Land, allerdings jeweils nur für ihr regionales Zuständigkeitsgebiet und nicht bundesweit. Zudem ist Ihr Land ja bekanntlich hochmotiviertes Mitglied und unverzichtbare Stütze der Europäischen Union, so dass Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich eher selbstverständlich und leichter sein sollten, als dies beispielsweise mit China der Fall ist. Insgesamt bilden sich solche überregionalen Länderspezialisierungen insbesondere für Länder, die ausgewiesenes Expertenwissen bedürfen, das nicht an 80 Standorten bereitgestellt werden kann. Hinzukommen noch einige historisch gewachsene Schwerpunkte, beispielsweise von Ländern, die erst seit kürzerer Zeit in der EU sind.

Leider gehen bei den deutschen IHKs vergleichsweise wenige Anfragen zu Ihrem Land ein. Dies mag vielleicht auch an den bereits oben erwähnten gesunkenen formalen Anforderungen wie beispielsweise den fehlenden Zollvorschriften liegen.

Ich hoffe, es ist mir gelungen, Ihre völlig berechtigte Anfrage einigermaßen zufriedenstellend zu beantworten. Noch einmal vielen Dank für Ihre ausgesprochen nette Anfrage. Und hoffentlich bleibt Ihnen die Sonne in Cambridge noch lange gewogen.

Freundliche Grüße

Volker Scherer
Geschäftsführer
Geschäftsbereich International
Industrie- und Handelskammer für die Pfalz
"

Ich lächelte noch lange nachdem ich den Brief gelesen hatte. 

Aus professioneller Sicht sollte man sich natürlich im geschäftlichen Briefverkehr neutral halten, besonders da beim Briefwechsel mit vorerst unbekannten Gesprächspartnern einiges daneben gehen kann. Doch in diesem Falle lief die Ausnahme positiv aus. 

Ein bisschen Mensch sein ist gelegentlich beiderseits erlaubt.

Wednesday, 16 July 2014

Fahrrad und Arbeit in Cambridge im Juli

„Get on your bike!“ (im Sinne: „Nimm Dein Fahrrad um im breiteren Umfeld nach Arbeit zu suchen (du Faulpelz)“, Politiker Norman Tebbit) war in den 80er Jahren ein kontroverser Spruch während der damaligen Wirtschaftskrise. Nun haben wir mehr Arbeit und schauen stattdessen anderen beim Radfahren zu!

 Tour de France in Cambridge photo album
Tour de France peleton in Cambridge July 7 2014

Arbeitslosigkeit in Großbritannien erreichte heute einen neuen Tiefwert, mit 6,5 % oder ca. 2,12 Millionen Arbeitslose. Die oberflächlich gute Nachricht hat jedoch dunkle Untertöne. Preis Inflation stand im Juni bei 1,9 % aber es gab keine gleich starken Lohnsteigerungen in den letzten Monaten. Wir Briten arbeiten für weniger Geld und müssen mehr für unsere Lebenskosten zahlen.

Der dramatische Schwung gegen Europa in den britischen Wahlen zum Europaparlament hat seinen Einfluss auf Premierminister David Camerons Kabinettwechsel ausgeübt. Öffentliche Befürworter von Europa, wie Kenneth Clarke, sind ausgeschieden und eher Europa kritische Politiker, wie der neue Außenminister Philip Hammond, wurden eingeladen.

Heute (Mittwoch) werden wir sehen ob Lord Hill als neuer EU-Kommissar in Brüssel angenommen wird. Einerseits wird Lord Hill als Anti Europäer beschrieben, von rechts wird er eher als pro EU betrachtet. The Guardian und The Independent bezeichnen ihn als einen kompetenten Verhandler. Wir pro Europäer können nur hoffen.

Zu erfreulicheren Nachrichten, falls Sie es nicht wussten, die Tour de France verbrachte einen Tag in Cambridge. Mit meiner Kamera gerüstet, schlenderte ich schon früh in die Stadt hinein um die Leute, Feste, und Route anzuschauen. Trotz der 100.000 Besucher konnte man gut einen Platz an der Straße finden.

Nach einer erfrischenden Tasse Tee in Browns, gegenüber vom imposantem Fitzwilliam Museum, wanderte ich noch ein bisschen in südliche Richtung um einen guten Blickpunkt mit meiner Kamera zu haben. Zum Glück hatte ich die Karnevalskarawane auf dem Hinweg noch vor der Abfahrt gefunden, denn alles zischte im Hochtempo an den Zuschauern vorbei. Nach 2 Stunden Warten, unterbrochen von dem Jubel für jeden Polizisten der auf einem Motorrad vorbeifuhr, kam endlich das Peloton. Sieben automatische Klicks mit der Kamera - und es war vorbei! Doch wir Zuschauer haben die Atmosphäre eines einzigartigen Ereignisses in unserer kleinen Stadt genossen.

Wednesday, 4 June 2014

Sind Sie Unsichtbar?

Ich war verdutzt, erstaunt, baff. Ich hatte gestern mit einem neuen Kunden gesprochen. Doch als ich eine Internetrecherche mit seinem Namen und/oder seinen Firmennamen anstellte, fand ich keine Einträge  Er war schlichtweg unsichtbar.

War mein PC kaputt? Ich versuchte die gleiche Suche mit anderen Geschäftskontakten. Bei allen konnte ich wenigstens ein paar Einträge über sie finden.

Zum Glück hatte ich eine Weiterempfehlung zu dieser Person von jemandem dem ich vertrauen konnte. Aber es hat mich doch stutzig gemacht.

Wir leben in einer Welt voller Konkurrenz. Es ist klar, dass die Information, die Sie im Internet anbieten, entscheidend dazu beiträgt ob Suchende zuerst Sie oder Ihre Konkurrenz ansprechen.

Als Geschäftsleute können wir es uns nicht leisten unauffindbar zu sein.

Wie unsichtbar sind Sie? Googeln Sie ihren Namen und ihre Firma. Können Sie von der ersten Google Seite die folgenden Fragen beantworten:
  1. Wer sind Sie?
  2. Was tun Sie?
  3. Wie kann ich Sie erreichen?
Wenn ja - Gratulation! Ihre nächste Sorge sind vielleicht die begleitenden Informationen. Wie beurteilen Sie Ihr Erscheinungsbild?

Wenn Sie und Ihre Firma NICHT auf der ersten Google Seite erscheinen oder nicht alle  Fragen zufriedenstellend beantworten können, sollten Sie dies recht schnell und einfach korrigieren.

Für eine weltweite Präsenz, gehen Sie zur deutchen LinkedIn und erstellen dort ihr Profil. Allein dadurch werden Sie bei Google leichter gefunden, kostenlos.

Brauchen Sie eine englischsprachige Präsenz? Dann können Sie Ihr LinkedIn Profil in Deutsch und Englisch erstellen.

Wenn Ihre Kunden Verbraucher sind, kann ein persönliches Facebook Profil hilfreich sein. Damit können Sie dann eine Firmenseite bei Facebook erstellen. Ebenfalls kostenlos.

Warum LinkedIn und Facebook? Lesen Sie diesen Bericht: http://cambridge-deutsch.blogspot.co.uk/2014/03/soziale-medien-fur-business-wo-fang-ich.html.

Auffindbar, Erreichbar und Ansprechbar - besser als Unsichtbar!


Friday, 23 May 2014

Eine Firma auf dem Weg vom Konkurs zum Erfolg

Zusammenfassung.


Paul Jacksons inspirierende Geschichte. Beginn mit einer Karriere durch die Erfolge und Rückgang von Lola. Die dunklen Tage des Konkurs und Redundanz. Pauls unermüdlichen Einsatz und Glaube an die Werte des Unternehmens und sein Personal. Ein neues Unternehmen, Forward Composites, steigt aus der Asche, mit Paul Jackson und Ed Collings an der Spitze. Suche nach neuen Kunden, wie die Firma ein Feuer ueberlebt und Blick auf eine erfolgreiche Zukunft. Eine Zusammenfassung des Vortrags bei der Cambridge Network-Veranstaltung im Hauser-Forum am 20. Mai 2014.

Paul Jackson, MD von Forward Composites, Huntingdon UK

Untergang.


Paul Jackson war der letzte Mann im Gebäude in 2012, nachdem die restlichen Angestellten entlassen wurden. Neugierige potentielle Käufer sahen eine einsame Gestalt wenn durch die Tuer, mit ihrer Auktionlosnummer, in sein leeres Buero spähten.

Paul verliess die Schule mit 16 Jahren um eine Lehrstelle in industriellen Musterschnitt anzutreten. Er kam zur Rennwagenfirma Lola und kletterte die Firmenleiter hinauf, im technischen Bereich und in Management bei Lola's Tochterfirma, Lola Composites in Huntingdon.

Er war trotz der schlechten Lage noch leidenschaftlich über die Faehigkeiten des Verbundwerkstoff- (Composites-)Teil des Unternehmens und dessen ausgebildete Mitarbeiter; sie brauchten nur eine neue Chance. Auch als drei Verkäufe daneben gingen und das Unternehmen zur Auktion freigestellt wurde, war Paul immer noch auf der Suche nach potenziellen Business-Verträgen.

Auferstehung.


Genau am Tag der Auktion in April 2013 nahm Paul den großen Schritt vom Mitarbeiter zum Geschäftsführer seiner eigenen Firma,. Er kaufte sie in der allerletzten Minute. Er nutzte sein eigenes Geld und Finanzen von einem ebenso überzeugten Kollegen, Ed Collings, und einen zusaetzlichen weiteren Investor der mit an Bord kam.

Forward Composites war geboren.

Präsentationen zu potenziellen Kunden hatten sich gelohnt. Die vorhandene Werkzeuge und Maschinen erschienen Thales für Kohlefaser-Verbundwerkstoffe geeignet, Hersteller des Watchkeeper UAV. Forward Kompositen sicherte sich einen Millionen-Deal, fuer den Bau von UAVs (Unbemanntes Luftfahrzeug „Unmanned Aerial Vehicles“).

Paul hatte ständig den Kontakt zu ehemaligen hochqualifizierten Mitarbeiter aufrecht erhalten. Auf seine Einladung hin kehrten sie zurück um eine neue Belegschaft aufzubauen.

Erfolg.


Bereits im ersten Jahr setzte Forward Composites mit jetzt 92 Angestellten £4,2 Millionen um.

Zu den Kunden gehörten neben Thales, nun auch Bombardier, B/E Aerospace (fuer Flugzeug Innenräume), BAE Systems (großer Modellbau); und Hyundai (Karosseriegestell für einen Vorführwagen für eine Automesse).

Mit einem Augenzwinkern kommentierte Paul Jackson, dass die Kohlenstoff-Verbundwerkstoffe der Forward Composites im neuen Mercedes F1 Motor maßgeblich zu Lewis Hamiltons aktuellen Erfolg in der 2014 Saison beitragen.

Katastrophe


Doch alles wäre fast in Flammen aufgegangen, als das Unternehmen durch einen Großbrand am 31. Januar 2014 betroffen wurde! Paul raste zur Firma mit den Schlüsseln und Gebäudeplänen damit die Feuerwehr dass Gebäude sicher betreten und den Brand bekämpfen konnte.

Paul war fest entschlossen die Firma durch diese Krise zu führen und schickte das erschütterte Personal gleich am naechsten Tag zu anderen Teilen des Firmengelaendes um die Arbeit fortzusetzen. Diesmal war die Verspätung der Lieferung einer wichtigen Maschine, bestimmt für die feuerbeschädigte Halle, ein Geschenk des Himmels, denn sie befand sich noch nicht im brennendem Gebäude.

Forward Composites konnte dieses Ereignis überstehen, dass viele andere Unternehmen wahrscheinlich nicht überlebt hätten.

Gemeinschaft, Familie.


Ein wichtiger Grundsatz Pauls war ein Gemeinschaftsgefühl unter den 92 Mitarbeiter aufzubauen. Dies geschah nicht nur durch Beratung, aktive Beteiligung und Beitraege zum Betrieb des Unternehmens. Er förderte auch eine große Gemeinschaft und das Unternehmen gründete sogar eine eigene Band.

Vertrauen.


Paul strebte danach feste Beziehungen zu Kunden und Auftragnehmern aufzubauen, um sie wieder zurueck an Bord zu bringen. Produkte wurden pünktlich geliefert und Forward Composites glaubte an prompte Bezahlung. Wie viele Unternehmen in unserer Region aus eigener Erfahrung wissen, bilden solche Vorgehensweisen ein Großes Vertrauen. (Wenn nur mehr Firmen das gleiche Verhalten zeigen würden.)

Zukunft


Die Aussichten für Forward Composites: Positiv, erwarteter Jahresumsatz im zweiten Jahr: über £7 Millionen

Das Publikum beim Vortrag an dieser Cambridge-Network Veranstaltung genoss einen großen Einblick darin, wie eine positive Überzeugung in der Fähigkeit eines Unternehmens, dessen Ausrüstung, qualifiziertes Personal, und Vertrauen der Kunden zum Erfolg führen kann.

Paul Jackson war zweifellos die treibende Kraft bei der Geburt von Forward Composites. Durch den Aufbau eines Teams, ist die Struktur von einem Einmannbetrieb zu einer Firma gewandelt worden. Diese kann nun selbstständig weiterleben und expandieren.

Abschluss.


Paul Jackson inspirierende Geschichte gab uns einen Einblick sowohl in seiner persönlichen Entwicklung als Angestellter, durch die Zeit des Erfolgs und Kündigung bei Lola, und als Geschäftsführer der Forward Composites in Huntingdon. Wir erfuhren von den dunklen Tagen der Zwangsverwaltung und Redundanz und den Wandel zu einem neuen Unternehmen. Forward Composites wuchs aus der Asche seines Vorgängers, mit einer erfolgreichen Leitung durch Paul Jackson und Ed Collings. Neben Pauls Begeisterung und Engagement wurden wir auch auf den realen Wert von Vertrauensaufbau zwischen Kunden und Lieferanten aufmerksam gemacht und an den Wert einer guten Beziehung mit dem eigenen Team erinnert.(teilen) Notizen von einem Vortrag bei der Cambridge-Network Veranstaltung, im Hauser-Forum am 20. Mai 2014.

Tuesday, 13 May 2014

Festigen Sie Ihren Kundenkontakt nach Großbritannien mit Ihrem Newsletter

Existierende britische Kunden werden oft zukünftige Kunden, wenn sie sich nur an ihre Firma erinnern würden. Newsletter bieten eine Lösung die, wenn richtig formuliert, sogar mit Interesse empfangen wird. In diesem Sinne ähneln sich Ihre britischen Kunden den deutschen. Zehn praktische Tipps anbei.

klassische Kirche in Cambridgeshire mit Feuerstein Aussenmauern

1. Nützlich für den Leser


Kunde ist König, deshalb sollte Ihr Newsletter Inhalt gezielt informativ und von praktischem Nutzen für den Leser sein. Beispiele sind: Ein Tipp aus Ihrem Expertenbereich; Antworten zu Fragen die ihnen andere Kunden gestellt haben; Eine praktische Erfahrung die Sie beeinflusst hat.

2. Persönlich gestalten


Wir werden ständig mit Geschäftsbriefen überströmt und unser Postgeingang kann mit Werbung überschüttet werden. Wenn Sie Ihre Inhalte persönlicher formulieren und gestalten dann sondern sie sich von dem restlichen Briefverkehr ab.

3. Grobe Werbung vermeiden


Wir haben es schon in Punkt 2 angedeutet, Ihre Nachricht soll nicht mit anderem Werbematerial verwechselt werden. Grobe Werbung ätzt. Doch gelegentlich können Sie auch eine Werbenachricht senden. Sie müssen nur vorher dafür sorgen dass Ihr Kunde sie gut genug kennt um zu wissen dass der Hauptteil ihrer Nachrichten von Nutzen für ihn sind.

4. Kurze, einfache Sätze aber gutes Englisch


Wenn Sie volles Vertrauen in Ihr Englisch haben, schreiben Sie dennoch eine Vorlage in Word mit Nutzung der englischen Rechtschreibung- und Grammatik- Korrektur. Sie können auch die Lesbarkeit ihres Textes auf der folgenden Seite überprüfen: http://read-able.com/. Kurze Sätze und ein schlichtes Vokabular helfen Ihnen dabei. Ich vermisste einen ähnlichen Dienst im deutschen Sprachbereich bis Ulrich Heker mich auf folgende hinwies: http://www.leichtlesbar.ch/html/index.html und http://geld-im-netz.de/tools-blogger-autoren-texte/.

5. Lassen Sie ihren Text von einem englischen Native Speaker bearbeiten


Wenn Sie weniger Vertrauen in Ihr Englisch haben, können Sie den Text von einem Native Speaker anpassen lassen. Am besten benutzt man jemand der Sie, ihre Firma und ihr Fachbereich kennt.

6. „Pictures speak a thousand words“


Ein Bild oder eine gute Grafik verschönern nicht nur einen Bericht, sie erhöhen auch die Akzeptanz beim Empfänger. Der wird sich aber bei Ihnen bedanken, wenn sie ihr Bild in einem kleineren Format anbieten, denn Bilder mit mehreren Megabyte Größe verlangsamen den E-Mail Verkehr. Verkleinerung auf 600 × 400 Pixel Format oder Verlinkung mit einem Bild im Netz sind vorgeschlagen.

7. Handy-gerechte Gestaltung


Besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen werden E-Mails und Internetseiten zu einem großen Anteil auf dem Handy des Empfängers gelesen. Deshalb ist es besser den Text entweder in einer Spalte zu gestalten oder ein Design mit fluiden Layouts zu benutzen.

8. Einen guten Betreff


Schauen Sie sich ihren eigenen Posteingang mal an. Ich wette sie können schon beim Lesen des Betreffs entscheiden, welche E-Mails Sie lesen wollen und welche löschen. Deshalb, nachdem sie ihren Artikel geschrieben haben, versuchen sie den Sinn in einem kurzen bündigen Betreff zu kristallisieren.

9. Messen und bewerten


Sorgen Sie dafür dass sie zumindest zählen können, wie oft Ihr Newsletter gelesen wird. Denn mit dieser einfachen Statistik lernen Sie sehr bald was Ihre Kunden interessiert oder nicht.

10. Kurze Nachrichten sind besser


Wie Sie sehen, fällt mir dieser Rat besonders schwer! Die meisten von uns haben weder die Zeit noch die Geduld längere Berichte zu lesen. Mein besonderer Dank wenn sie es bis hierher geschafft haben.

Ich bin gerne bereit Ihnen bei der Formulierung ihrer englischen Newsletter zu helfen. Sie können mich bei chris@miltoncontact.com erreichen.

Thursday, 8 May 2014

Pfizer und AstraZeneca, einen bittere Pille für GB?

Das heiße Thema der Woche in Großbritannien, ist die mögliche Firmenübernahme von AstraZeneca, die siebt größte pharmazeutische Firma der Welt, durch Pfizer an Weltspitze. Der sonst offene britischer Markt nimmt doch etwas Anstoß.



AstraZeneca ist nämlich eine der top Firmen auf der britischen Börse. Sie entstand durch eine Fusion zwischen einer schwedischen Firma und der Zersplitterung der alten britischen ICI. AstraZeneca hat ein großes Sortiment an Medikamenten gegen wichtige Krankheitsformen, zB. Krebs, Infektion oder im neurologischen Bereich.

Astra Zeneca hat selber weitere Firmen einverleibt. Für uns hier in Cambridge waren es Cambridge Antibody Technology und Medimmune, dessen Abteilungen immer noch stark in der Forschungsentwicklung hier tätig sind. AstraZeneca spielt eine wichtige Rolle als renommierter Teilnehmer auf dem rasch wachsenden Zentrum der Medizinforschung, Das BioMedical Campus zu Addebrookes.

Warnungen aus Schweden und vom ehemaligen Chef der AstraZeneca weisen auf Pfizers Ruf Firmen aufzukaufen und auszuschlachten. Es wird vorgeworfen, dass der Hauptgrund für Pfizers die billigere Steuerregelung in Großbritannien für Firmen ist. Staatssekretär Dr Vince Cable verspricht dem britischen Parlament dass dies nicht zugelassen wird. Premierminister Cameron äußert sich gelassen solange die Stellen von britischen Angestellten gewährleistet sind.

Obwohl der Rat von AstraZeneca die erste Annäherung von Pfizer zurückgewiesen hat, glaubt der Markt das eine Übernahme bei £56 pro Aktie bevorsteht. Wenn dies geschieht, wird es die größte Firmenübernahme in Großbritanniens Geschichte sein.
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